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Löschwasserkissen im Solarpark: temporäre Löschwasserreserve mit unterirdischer Saugstelle

2026-06-18 18:37:00 / Löschwassertanks

Solarparks liegen häufig im Außenbereich. Genau dort ist die öffentliche Löschwasserversorgung für den Objektschutz oft nicht oder nicht ausreichend vorhanden. Fehlen Hydrantennetz, Löschwasserbehälter oder nutzbare offene Gewässer, wird nach technisch umsetzbaren Übergangs- oder Ergänzungslösungen gesucht. Ein Löschwasserkissen im Solarpark kann hier eine sinnvolle Option sein – insbesondere in Bauphasen, bei Repowering, Erweiterungen oder an peripher gelegenen Standorten.

Wichtiger Hinweis: Ein Löschwasserkissen ist kein Löschwasserbehälter nach DIN 14230. Es ersetzt keine dauerhaft genehmigte Löschwasserinfrastruktur und ist keine normersetzende Dauerlösung. Der Einsatz ist ausschließlich als temporäre, ergänzende oder überbrückende Sonderlösung zu betrachten und muss im Einzelfall mit Feuerwehr, Brandschutzdienststelle und gegebenenfalls weiteren Behörden abgestimmt werden.

Warum ein Löschwasserkissen im Solarpark relevant ist

Bei Freiflächen-Photovoltaikanlagen besteht häufig dieselbe Ausgangslage: große Flächen, technische Infrastruktur im Außenbereich, lange Wege zu bestehenden Entnahmestellen und erhöhte Anforderungen an die Erreichbarkeit im Brandfall. Gerade bei abgelegenen Solarparks reicht der kommunale Grundschutz oft nicht aus, um eine objektspezifisch sinnvolle Löschwasserreserve in unmittelbarer Nähe sicherzustellen.

Ein Löschwasserkissen im Solarpark kann technisch sinnvoll sein, wenn:

  • der Standort außerhalb geschlossener Bebauung liegt
  • die nächste nutzbare Entnahmestelle zu weit entfernt ist
  • sich die Anlage in der Bauphase, im Repowering oder in der Erweiterung befindet
  • eine Interimslösung bis zur Fertigstellung einer dauerhaften Infrastruktur benötigt wird
  • eine mobile und rückbaubare Lösung bevorzugt wird

Möglichkeiten und Grenzen flexibler Löschwasserbehälter

Ein Löschwasserkissen besteht aus beschichtetem Hochleistungsgewebe und dient der temporären Bevorratung größerer Wassermengen. Je nach Ausführung sind unterschiedliche Volumina möglich. Moderne Systeme lassen sich so ausrüsten, dass eine unterirdische, frostsichere Wasserentnahme technisch realisierbar ist.

Rechtliche und normative Einordnung

Kein Ersatz für DIN 14230: Ein Löschwasserkissen ist kein genormter unterirdischer Löschwasserbehälter.

Keine automatische DIN-14244-Konformität: Eine unterirdische Saugstelle kann technisch an die Anforderungen der Feuerwehr angepasst werden, ist aber nicht allein durch ihre Bauart automatisch eine genormte Entnahmestelle.

Einzelfallbezogene Abstimmung erforderlich: Entscheidend sind Wasserverfügbarkeit, Zugänglichkeit, Entnahmerate, Dauer, Frostsicherheit und Lage im Gesamtkonzept des Objektschutzes.

Unterirdische Saugstelle im Solarpark: praxisgerecht und geschützt

Für Solarparks ist eine unterirdische Saugstelle häufig die praktikabelste Lösung. Sie reduziert die Gefahr mechanischer Beschädigungen, verbessert den Frostschutz, schützt vor unbefugtem Zugriff und hält Verkehrs- und Wartungswege frei. Technisch erfolgt die Anbindung in der Regel über eine fest definierte Anschlusslösung am Kissen, häufig mit strömungsoptimierter Entnahme.

Was vorab geklärt werden muss

  • Lage der Entnahmestelle
  • Zugänglichkeit für Feuerwehrfahrzeuge
  • Nennweite und Anschlussart, z. B. DN 100 / Storz A
  • Schutz gegen Frost und Verschmutzung
  • Beschilderung und Kennzeichnung
  • Einbindung in das objektspezifische Löschwasserkonzept

Wichtig: Die unterirdische Saugstelle ist eine technisch praktikable Sonderlösung, aber nicht automatisch normgleich mit einer klassischen DIN-Lösung.

Löschwasserkissen im Solarpark mit Befüllung per Tankwagen

Ein zentraler Punkt im Außenbereich ist nicht nur der Behälter selbst, sondern die zuverlässige Wasserbevorratung. Fehlt vor Ort ein leistungsfähiger Wasseranschluss, wird die Befüllung des Löschwasserkissens per Tankwagen durch Zieglmeier zur entscheidenden Umsetzungsfrage.

Gerade bei abgelegenen Photovoltaik-Freiflächenanlagen ist die Tankwagen-Befüllung oft der schnellste Weg, um eine abgestimmte Wasserreserve überhaupt erst bereitzustellen.

Vorteile der Befüllung per Tankwagen durch Zieglmeier

  • Schnelle Verfügbarkeit: Keine aufwendige Herstellung einer dauerhaften Wasserleitung im ersten Schritt.
  • Unabhängigkeit von lokaler Infrastruktur: Besonders geeignet für Solarparks im Außenbereich ohne ausreichenden Wasseranschluss.
  • Hohe Flexibilität: Ideal für Bauphasen, temporäre Maßnahmen, Wartungsintervalle oder Überbrückungszeiten.
  • Wirtschaftlicher Ansatz: Sinnvoll, wenn eine dauerhafte DIN-konforme Lösung noch in Planung ist oder erst später umgesetzt wird.

Technische Anforderungen an den Aufstellort

Damit ein Löschwasserkissen im Solarpark dauerhaft funktionsfähig bleibt, muss der Standort fachgerecht vorbereitet werden.

Anforderungen an Fläche und Untergrund

  • ebene, tragfähige und stabile Aufstellfläche
  • Gefälle möglichst maximal 1 %
  • Sandschicht bzw. Sandbett
  • Geotextil zum Schutz des Behälterbodens,
  • keine Steine, Wurzeln, scharfen Kanten oder punktuellen Belastungen

Anforderungen an Schutz und Betrieb

  • keine Überfahrung oder mechanische Belastung
  • Schutz gegen Tierverbiss, Vegetation und Vandalismus
  • ausreichender Abstand zu Trafostationen, Wechselrichtern und Kabeltrassen
  • ganzjährige Erreichbarkeit für Feuerwehr und Tankwagen
  • klare Beschilderung und organisatorische Einbindung in den Betrieb

Genehmigung und Abstimmung

Der Einsatz eines Löschwasserkissens im Solarpark ist abstimmungspflichtig. Vor Beschaffung und Aufstellung sollten mindestens folgende Stellen eingebunden werden:

  • örtliche Feuerwehr
  • Brandschutzdienststelle
  • gegebenenfalls Bauamt oder Genehmigungsbehörde
  • bei Bedarf Wasserbehörde oder Sachversicherer

Ohne schriftlich abgestimmte Einordnung besteht das Risiko, dass die Lösung später nicht anerkannt wird. Entscheidend ist immer die klare Beschreibung als temporäre oder ergänzende Löschwasserreserve, nicht als Ersatz einer dauerhaft genehmigten Infrastruktur.

FAQ: Häufige Fragen aus der Praxis

Technisch ja. Rechtlich und brandschutzfachlich ist der Einsatz jedoch immer eine Einzelfallentscheidung. Ohne Abstimmung mit den zuständigen Stellen sollte ein Löschwasserkissen nicht als anerkannte Löschwasserlösung eingeplant werden.

Nein. Die Entnahme kann technisch in Anlehnung an übliche Feuerwehranschlüsse ausgeführt werden, ist aber nicht automatisch eine DIN-14244-konforme Entnahmestelle.

Wenn vor Ort kein ausreichender Wasseranschluss vorhanden ist, kann die Befüllung per Tankwagen durch Zieglmeier die temporäre Wasserbevorratung sicherstellen.

Im Regelfall nein. Es dient als temporäre Reserve, ergänzende Vorsorge oder Übergangslösung. Für dauerhafte Anforderungen werden in der Regel andere, normativ geregelte Systeme gefordert.

Fazit: praktikable Sonderlösung für Solarparks im Außenbereich

Ein Löschwasserkissen mit unterirdischer Saugstelle im Solarpark ist eine technisch sinnvolle Lösung, wenn kurzfristig eine Wasserreserve benötigt wird und eine dauerhafte Infrastruktur noch nicht vorhanden ist. In Kombination mit der Befüllung per Tankwagen durch Zieglmeier lässt sich auch an abgelegenen Standorten schnell eine nutzbare Löschwasserbevorratung schaffen.

Entscheidend ist die fachlich saubere Einordnung: temporär, ergänzend, nicht normersetzend und abstimmungspflichtig. Wer diese Punkte frühzeitig mit Feuerwehr und Behörden abstimmt, verbessert die Planbarkeit, reduziert Haftungsrisiken und schafft eine belastbare Übergangslösung für den Objektschutz im Solarpark.


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